Das Merch X Circular Economy

WIE FUNKTIONIERT DIE CIRCULAR ECONOMY?

Diesmal erklären wir dir, aus welchen Elementen die Kreislaufwirtschaft besteht und wie sie umsetzbar ist.

 

Zahlreiche Forschungsinstitute, Hochschulen und Autoren widmen sich voll und ganz der Circular Economy. Puh, das alles zu lesen, ganz ehrlich: Ain’t nobody got time for that. Wir verfolgen einen pragmatischeren Ansatz und teilen hier mit dir die wichtigsten Infos zur Circular Economy. Keine Sorge, das liest sich schnell. Also los geht’s.

SHORT & SIMPLE: DIE 7 RS DER CIRCULAR ECONOMY

Modelle vereinfachen die Welt und regen zum Nachdenken an. Wir präsentieren dir hier nun das 7R-Modell der Circular Economy, das eine Kombination mehrerer Modelle darstellt und die grundlegenden Handlungsoptionen übersichtlich darstellt.

Gut, jetzt erklären wir dir die einzelnen Bestandteile etwas genauer.

REFUSE.  

Konsumiere nichts, was du nicht brauchst. Im globalen Durchschnitt werden heute fünf Kilogramm Kleidung pro Jahr pro Kopf gekauft. In Europa und den USA liegt der Konsum mit rund 16 Kilogramm sogar dreimal so hoch. Stell dir mal diesen Kleiderberg vor – das ist doch crazy! Im Klartext: Kauf nur, was du wirklich brauchst. So wird’s zumindest ein bisschen nachhaltiger.

REDUCE.  

Versuche so gut es geht, den Konsum von Energie und Materialien zu reduzieren und Produktlebenszyklen zu verlängern. Sprich, wenn du etwas produzierst, versuche möglichst den Einsatz aller dafür notwendigen Mittel auf das Minimum zu reduzieren. Das Merch verfolgt diesen Ansatz, indem zur Produktion von Merchandise-Artikeln Stoffreste recycelt werden und so keine neuen Textilien produziert werden müssen. So wird der Lebenszyklus von bereits bestehenden Textilien verlängert.

REUSE.  

Verwende Produkte oder Ressourcen erneut. Entweder, indem du sie mit anderen teilst oder indem sie einen anderen Zweck dienen. Denk hier zum Beispiel an das Up-cycling von Paletten, die durch den Trend immer häufiger in Einrichtungsgegenstände verwandelt wurden. Oder aber an die legendären Freitag-Taschen für die LKW-Planen zu einem neuen Accessoire umgewandelt werden.

REPAIR.  

Anstatt beschädigte oder kaputte Produkte gleich zu entsorgen, kannst du sie natürlich auch einfach reparieren lassen. So verlängerst du auf ganz einfache Art und Weise den Lebenszyklus eines Produkts. Diese Denkweise ist bei einem kaputten Reißverschluss bei einer Jeans für viele Menschen ganz logisch, dennoch werden beispielsweise kaputte Haushaltsgeräte sofort entsorgt, anstatt das Produkt reparieren zu lassen.

REFURBISH.

Hier haben wir einen ähnlichen Zugang wie bei Repair. Auch bei Refurbish geht es darum, defekte Produktelemente, Einzelteile durch neue Teile zu ersetzen oder das Aussehen der Gegenstände zu erneuern bzw. verbessern. Interessant ist hier beispielsweise der neue Einsatz von alten Möbeln oder das „Aufmöbeln“ von Erbstücken, wie einer Vitrine, die ein neues Innenleben erhält.

RECOVER. 

Wenn schon die Materialien nicht recyclebar sind, so kann durch die Entsorgung von Produkten beispielsweise durch Verbrennung neue Energie entstehen.

RECYCLE.

Recycling ist nicht nur etwas für den einfachen Haushaltsmüll. Sowohl unsere Kleidung, als auch unser „high-tech“ Abfall, wie alte Smartphones kann und sollte recycelt werden. Die einzelnen Komponenten können so entweder wiederverwendet werden oder in die Produktion neuer Teile einfließen. So schließt sich der Kreislauf. Ikea beispielsweise nimmt bestimmte alte und gebrauchte Möbelstücke zurück, schenkt ihnen dann ein zweites Leben und kompensiert die Kunden dafür sogar mit Gutscheinen.

Last but not least: RETHINK. 

Denke Wirtschaft neu. Überlege dir, wie du unsere Ressourcen einsetzt. Achte darauf, was du jeden Tag wegwirfst. Können Teile davon vielleicht nochmal verwendet werden?

 

Für viele Probleme und Herausforderungen gibt es eine gute Lösung und für alles Alternativen. Es liegt an uns, Prozesse neu zu denken und Herangehensweisen zu hinterfragen, um unserer Umwelt, aber auch unserer Gesellschaft etwas Gutes zu tun.

Apropos: Wir sind immer offen für Feedback, Anregungen und neue Kooperationen. Melde dich bei uns, wenn du uns dabei helfen willst, die Merchandise Revolution voran zu treiben. Wir freuen uns über jeden Support.

Wir haben hier ein paar take-aways für dich, die schmecken zwar nicht lecker, nützen aber der Circular Economy.

Folgende Fragen und Gedankenanstöße helfen dir dabei, die Grundsätze der Circular Economy auch in deinem Alltag umzusetzen:

 

. Brauche ich das wirklich?
. Kann ich das auch gebraucht kaufen?
. Kann ich es reparieren, anstatt es wegwerfen zu müssen?
. Kann es noch jemand anderem nützlich sein?
. Ist das Material recyclebar?
. Kann ich daraus noch etwas Neues bauen/basteln?
. Kann es jemand weiterverwenden?
. Kann ich es verschenken oder spenden?